Schloss Gaienhofen

Sanierung ehemaliges Wasserschloss Gaienhofen

Architekt: Poth | Architektur – Entwurf - Bauantrag: Veronika Peters Freie Architektin
Bauherr: Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche Baden, Karlsruhe


In enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt wurde das ehemalige Wasserschloss saniert. Durch seine Größe und sein Volumen steht es erhaben, weithin sichtbar, seit Jahrhunderten direkt am See. Urkundlich wurde die Burg erstmals 1300 erwähnt. Mit der Gründung des Mädcheninternats begann 1903 die schulische Nutzung. Durch die heutige Umnutzung vom Internatsgebäude zu Unterrichtsräumen für die Oberstufe und Räumen für die Schulleitung, wurde eine baurechtliche Aktualisierung notwendig. Aufgabe war es, das Kulturdenkmal in seiner Gesamtkomposition möglichst original zu erhalten und gleichzeitig den heutigen baurechtlichen Bauvorschriften wie Denkmalschutz, Brandschutz und Schulbauvorschriften zu entsprechen. Vor allem die heutigen Brandschutzregularien zu erfüllen, war eine Herausforderung, da brandschutzrechtliche und denkmalschutzrechtliche Bestimmungen sich oft wiedersprechen. Es mussten Prioritäten gesetzt und mit den Behörden abgestimmt werden. Die Veränderungen wurden gestalterisch möglichst respektvoll umgesetzt. Ein 2. Flucht u. Rettungsweg wurde baulich ergänzt und Lösungen zum Erhalt der denkmalgeschützten, aber brennbaren, Einbauten, wie Holzvertäfelungen oder die zentralen Holztreppe, gefunden. Eine barrierefreie Erschließung in Form eines Außenaufzuges musste nachgerüstet und mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Das Dach, die Fenster und die Außenfassade mit Sandsteingewänden wurden saniert. Das Gebäude wurde im Zuge der Sanierung, unter Erhalt der schützenswerten Einbauten, praktisch bis zum Rohbau entkernt.

 

Bauzeit: ab Dezember 2014 insgesamt 1 Jahr 
Baukosten: Kostenberechnung knapp über 2 Mio € - Abrechnung unter 1,8 Mio €.
Die Kosteneinsparungen konnten durch ständige Kontrolle und Kostenoptimierungen, auch noch während der Bauphase erreicht werden. 

 

 

Bauweise, Technik


Feldsteinmauerwerk außen bis zu 1,5 m stark, Innenwände in historischem Holzfachwerk verputzt, Holzbalkendecken, Holzpfettendachstuhl. 
Einbau einer Holzpelletsheizung, Einzelraumlüfter für Unterrichtsräume, Einbau einer Brandmeldeanlage und eines verglasten Außenaufzuges.